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Nico Rosberg
Nico Rosberg
Preisträger Wirtschaft
Der Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg widmet seine zweite Karriere nachhaltigen Technologien. Als Investor und Unternehmer nutzt er seine Bekanntheit und seine Mittel, um mit Hilfe von technischen Innovationen de Klimawandel zu bekämpfen.

Nico Rosberg ist ein zielstrebiger Mensch. Er wollte in die Formel 1 – und falls das nicht als Fahrer geklappt hätte, dann eben als Ingenieur, wie er in einem Interview einmal verriet. Auch das große Ziel, einmal Formel-1-Weltmeister zu werden, erreichte er. Um dann aus der Formel 1 auszusteigen und eine neue Karriere in Angriff zu nehmen. Heute bezeichnet Rosberg sich selbst gern als „Nachhaltigkeitsunternehmer“ und er nimmt diese Aufgabe genauso ernst wie zuvor seine Karriere als Rennfahrer. Er hat in mehr als 25 nachhaltige Start-ups investiert, vor allem im Bereich der nachhaltigen Mobilität, ist Co-Gründer des „Greentech Festival“, einer der „Löwen“ in der Investor-Show „Die Höhle der Löwen“ und seit Kurzem Besitzer eines eigenen Rennstalls in der Extreme E, einer elektrischen Rennserie, die sich ebenfalls dem Kampf gegen die Klimakrise verschrieben hat.

Nachhaltiges Wirtschaften ist der Schlüssel zu unserer Zukunft. Das birgt viele spannende Möglichkeiten, ist aber auch eine Chance für mich, etwas Positives beizutragen. Deshalb ist mein ganzes Unternehmertum darauf ausgerichtet.
Nico Rosberg

Heute setzt Rosberg seinen Namen und seine finanziellen Mittel ein, um umweltfreundliche und fortschrittliche Technologien zu fördern, zum Beispiel im Rahmen seines Greentech Festivals, das eine globale Plattform für grüne Innovationen bietet. Ganz offensichtlich geht es ihm dabei um mehr als nur lohnende Investments. Das Thema Nachhaltigkeit liegt dem Ex-Rennfahrer wirklich am Herzen und entsprechend konsequent setzt er es um: In einem Interview mit „Gründerszene“ verriet er, dass er „sehr bewusst“ lebe, aber natürlich nicht perfekt sei. Sein Team in Monaco arbeite in einem „plastic free“ Office und unterstütze gemeinsam mit ihm viele Initiativen zum Beispiel zur Aufforstung von Waldflächen und dem Beseitigen von Plastikmüll. Viele seiner Mitarbeiter seien außerdem dauerhaft im Homeoffice, was nicht nur Emissionen einspare, sondern auch „das Wohl für alle erhöht“.

In einem Interview mit dem österreichischen „Standard“ outete Rosberg sich außerdem als Fan der Fleischersatz-Burger von „Beyond Meat“. Die schlüssige Begründung: „Gesundheitlich ist es gut, nicht jeden Tag Fleisch zu essen. Und für die Umwelt wäre es riesig, wenn wir unseren Fleischkonsum reduzieren würden.“ Rosberg ist kein Bio-Papst, der anderen Vorschriften macht. Er erkennt etwas als richtig an und zieht es dann durch. Dass er aufgrund seiner riesigen Reichweite und Fanbase auf Social Media ein Vorbild für viele ist, weiß und nutzt er.

Und dennoch: Ein früherer Rennfahrer und Nachhaltigkeit – das geht für manche nicht zusammen. Rosberg geht mit dem vermeintlichen Gegensatz reflektiert um. Er weiß, dass die Formel 1 Veränderungsbedarf hat, steht aber auch für ihre positive Strahlkraft . Aus der Formel 1 stammen traditionell viele Innovationen, die die Effizienz von Straßenautos erhöht haben und tatsächlich will die Rennserie bis 2025 komplett emissionsfrei sein. Rosberg selbst ist ab 2021 mit eigenem Rennteam in der Extreme E aktiv, die auch abseits der Rennstrecken nachhaltige Veränderung anstoßen will . Und überhaupt ist die Mobilität der Zukunft eines seiner Herzensthemen, als Investor und als Mensch, der immer wieder neue Herausforderungen sucht.